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Präkolumbische Pfade



Die Wege aus präkolumbuischer Zeit sind Routen, die hauptsächlich von der Bevölkerung Tiwanakus konstruiert und später von dem Inca Imperium genutzt und restauriert wurden. Es handelt sich um Pfade, die das Altiplano mit den Tälern und dem Amazonas verbinden und dabei das Gebirge der Anden durchziehen.
Dieses Routennetz ist Teil des gesamten Wegekomplexes, der in Ecuador beginnt und bis Patagonien führt. Jeder Einzelne zeichnet sich durch einen bestimmten Schwierigkeitsgrad aus, sowie durch verschiedene ökologische Ebenen, die eine Reichhaltigkeit an Flora und Fauna, Flüssen, Seen und Lagunen von exotischer Schönheit bieten.

Takesi

Der Takesi Treck beginnt im Dorf Ventilla auf einer Höhe von 3.200 Metern über dem Meeresspiegel, führt dann hinauf zur Bergspitze auf 4.640 Metern und führt letztendlich auf eine Höhe von 2.200 Metern hinunter.
Er wurde von der Bevölkerung Tiwanakus konstruiert und stellt ein Meisterwerk der präkolumbischen Ingenieurswissenschaft dar: am Wegesrand befinden sich Gräben - Wasserkanäle - die zur Erhaltung des Weges dienen, indem sie das Wasser der hohen Niederschläge der Region auffangen. Die Geschicklichkeit der damaligen Konstruktoren, die Flüsschen dabei wie in viele kleine Fäden aufzuteilen, ist beeindruckend.   
Ebenfalls eine Attraktion der Route sind die Häuser der Landleute, die aus Stein und Stroh gebaut wurden.

Lage: Südyungas
Dauer: 2 Tage
Unterkunft: Zelte

Choro

Von der Cordillera Real hinabführend, beginnt einer der schönsten prekolonialen Wege - der Choro. Zu dieser Zeit verband er das Altiplano mit den Yungas und ermöglichte somit den Austausch von Produkten beider Regionen. Im Reich der Incas wurde er noch verbessert und während der Kolonial- und Republikzeit viel genutzt.
Er befindet sich 70 Km von La Paz entfernt, seine maximale Höhe liegt auf 4.800 Metern und sein niedrigster Punkt auf 1.300 Metern, im Dorfe Chairo. Die Wanderung beginnt auf dem Gipfel "El Cristo" und endet schließlich in den Yungas (Chairo - Coroico). Sie dauert drei Tage mit einer Länge von ungefähr 60 Kilometern.
Auf dem Weg durchwandert man steinige Öberflächen, vorbei an prekolonialen Ruinen, Stufen, über Hängebrücken, Steinbrüstungen, Ruinen der "Tambos" bis man mit der Zeit schließlich eine reichhaltige Flora und Faune beobachten kann. Der Schwierigkeitsgrad der Wanderung ist mässig.

Lage: Nordyungas
Dauer: 4 Tage
Unterkunft: Zelte und einfache Herbergen

Yunga Cruz

Hier kann man nicht nur den Aufstieg zum Gebirgsmassiv genießen, sondern auch eine Wanderung entlang des Yunga Cruz Weges unternehmen und dabei die versteckte Seite des Illimani bewundern.
In früheren Epochen bekannt als der "Lambate Weg", präsentiert er präkolumbische Züge aus tausendjähriger Tradition (Epoche von Tiwanaku) sowie eine besondere natürliche Schönheit. Seine Fauna bietet Kondore, Adler, Kolibries und vieles mehr.
Er befindet sich 95 km von La Paz entfernt, beginnt in dem Dorf Chuñavi (4.100 Meter über dem Meeresspiegel) und endet in Chulumani (auf 2.000 Metern ü.d.M) und dem Heligtum von Chirca, in den Yungas.

Lage: Südliche Yungas
Dauer: 4 Tage
Unterkunft: Zelte und Basisunterkünfte

Camino del Oro

Auf dem Camino del Oro durchwandert man Regionen des zentralen Altiplano bis hin zum subtropischen Urwald des Landes. Den Flüssen Yani und Tipuani folgend, passiert man die Dörfer Tipuani, Guanay, Mapiri und Caranavi, sowie mehrere goldführende Lager der Provinz Larecajha. In den Dörfern Tipuani und Mapiri wurde einst Gold für das Imperium der Incas hergestellt, wodurch der Weg seinen Namen erhielt.
Bergbesteigungen, Tunnel und Pfade führen den Besucher von schneebedeckten Hängen (Yani) bis hin zu tiefem Urwald, in dem einen Temperaturen mit mehr als 30°C erwarten. Die landschaftlichen Aussichten sind dabei ein Genuss.
Der Weg führt bis nach Guanay, von wo aus man zurück nach La Paz reisen kann.

Dauer: 8 Tage
Unterkunft: Zelte

 

Quelle: http://www.turismobolivia.bo, www.ci-lapaz.gov.bo, http://www.visitbolivia.org



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