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Copacabana - Pilgerheiligtum



Copacabana ist eine Bucht am Lago Titicaca, 158 Kilometer von La Paz entfernt und auf einer Höhe von 3.840 m.ü.d.M. liegend. Es war einst eine "mystische Region", zeremonielles Zentrum der prekolonialen Kulturen. Heute ist es das Pilgerzentrum Boliviens, zu dem die Anbetenden der "Jungfrau Morena" (Jungfrau Copcabanas) reisen, um ihren Segen zu erhalten und die traditionelle Ch´alla auszuführen.
In der Nähe des Dorfes Copacabana befinden sich präkoloniale Atraktionen wie zum Beispiel die Horca, das Bad und der Sitz der Incas. Sie bilden Teil eines beeindruckenden geschichtlichen Nachlasses, der über die ganze Region verteilt ist, bis hin zur Isla del Sol und Isla de la Luna.

Mehr Information: www.copacabana-bolivia.com

Hotels:

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Lokale Sehenswürdigkeiten

Die Kathedrale Copacabanas

Es handelt sich um eine koloniale Kirche, in deren Bauweise der Renaissancestil mit Mudejarelemten verbunden wurde. Im Jahre 1640 vollendet, besitzt sie ein Kreuzgewölbe und ein von dorischen Säulen umrahmtes Hauptportal. Im Atrium, das von einer Mauer umgeben wird, befinden sich fünf kleinere Kapellen. Der gesamte Komplex wird von Kuppeln überdacht, die mit bunten Kacheln verkleidet sind.
In ihrem Inneren wird das Bild der Jungfrau Morena verehrt, eine Skulptur, die in Maguey im Jahre 1592 vom indianischen Bildhauer Tito Yupanqui gefertigt wurde. Der Jungfrau wurde ein Museum gewidmet.

Calvario

Im Nordosten von Copacabana, ungefähr 30 Minuten vom Dorf entfernt, einen kopfsteingepflasterten Pfad hinaufsteigend, passiert der Pilger 14 Stationen, bevor er schließlich die Kuppe erreicht, von wo aus er eine herrliche Sicht über den See und dessen Umgebung hat.

Inti Kala oder das Tribunal der Incas

Piedra del Sol ("Stein der Sonne") befindet sich 10 Minuten zu Fuss vom Dorf entfernt, auf der Route nach La Paz. Es handelt sich um eine Ansammlung von Felsblöcken die in Form von Sockeln und Sitzen angelegt sind.

Horca del Inca

Horca del Inca ist ein bekannter achäologischer, präkolumbischer Ort, der sich in der Nähe von Copacabana befindet. Mit einer Fläche von ungefähr einem Hektar, liegt er auf der Kuppe des Berges Kesanani (500 Meter südöstlich des Dorfes). Es handelt sich um zwei Felsen mit mehr als 5 Metern Höhe, verbunden durch einen querliegenden Felsen, die sich in der Mitte mehrerer Felsformationen befinden.
Kürzlich durchgeführte Studien haben ergeben, dass es sich einst um ein astronomisches Observatorium handelte, das dazu diente, die Jahreszeiten zu bestimmen. Es repräsentiert die Entwicklung der regionalen Kulturen, weit vor der Eroberung der Spanier (wie zum Beispiel die tiwanakische Kultur). Der Ort ist ein einzigartiger Aussichtspunkt auf den Sees.

Nahegelegene Sehenswürdigkeiten

Das Bad der Incas

Zwei Kilometer im Südosten des Ortes gelegen, auf der Route nach Sampaya, repräsentiert es die ursprünglichen hydraulischen Techniken präkolumbischer Zeiten. Mit einer Fläche von ungefähr 8 Hektar, gehörte der Ort zu den Gärten des Casa Real der Incas, das in dieser Region konstruiert wurde und in dessen Nebenhaus sich ein Springbrunnen von kristallklarem Wasser, das unaufhörlich dem Berge entspringt, befindet. Das Wasser wurde einst in Kanälen zu den Anbaufeldern geleitet und in dem steinernen Becken, "das Bad der Incas" genannt, aufgefangen.
In seiner Umgebung befinden sich Anbaugebiete, Weiden und Nachbarhäuser mit Blick auf den Lago Titicaca.

Sampaya

Im Norden der Halbinsel von Copacabana befindet sich das präkolumbische Dorf Sampaya, dessen Häuser aus Stein und Stroh gebaut wurden. Durch seine gepflasterten Straßen, fließen kleine Kanäle, die die Anbauterrassen des Ortes mit Wasser versorgen und somit für ein ganzjähriges Grün sorgen. Der Besucher kann hier die Pflastertechnik der damaligen Zeit, sowie die kleinen Bäume "Kantutas" (nationale Pflanze) bewundern.
Vom Fuße des Dorfes aus, kann man die Isla del Sol, sowie die Isla de la Luna sehen und das spektakuläre Panorama der schneebedeckten Berge genießen.
Die Bewohner versuchen den Ort für kleine Gruppen von Touristen attraktiv zu machen.

Isla del Sol

Sie ist die heilige Insel der Incas und vor allem ihre Konstruktionen im südlichen Teil der Insel sind erwähnenswert:
In Yumani befindet sich Pilkokaina oder auch der Sonnenpalast genannt, Reste eines Gebäudes aus Stein, das einst die Residenz der Incas auf der Insel darstellte. Am Ende seiner Stufen, die 65 Meter vom Hafenbecken hinaufführen, hat man die Möglichkeit das heilige Wasser der Quelle der "ewigen Jugend" zu trinken.
Im Norden der Insel, in Challapampa, befindet sich eine labyrinthische Konstruktion der Chinkana, ein heiliger Felsen mit einer Länge von 65 und einer Höhe von 7 Metern. Er befindet sich am höchsten Punkt der Insel. Man sagt, dass von hier aus Manko Cápac und Mama Ocllo loszogen, um das Reich der Incas zu gründen.

Isla de la Luna

Koati oder die Isla de la Luna befindet sich 7 km von der Isla del Sol entfernt. Sie ist die zweite heilige Insel der Incas, wodurch sich auch hier Reste der antiken Zivilisation finden. Die Insel ist zwar sehr klein, das weite Panorama der Cordillera Real, das man von ihr bewundern kann, ist jedoch sehr beeindruckend.
Sie beherbergt die Ruinen des Iñak Uyu Tempels oder auch Mondetempel gennant, der wahrscheinlich einst ein "Ajillawasi" oder "das Haus der ausgewählten Jungfrauen der Sonne" darstellte, ein Gebäude bestehend aus drei Flügeln die einen Innenhof mit Fassaden umgeben.

Festivals und Events:

Fiesta Patronal de Copacabana
02. Februar: Geburtstag der Jungfrau Copacabanas. Hier finden Pilgerungen, Prozessionen, Gottesdienste und folklorische Darbietungen statt.

Señor de la Cruz
03. Mai: findet in der Kirche am Fuße des Calvario statt

Fischmarkt
In den Monaten Juni, Juli und August

Festival de Wiracocha
21. Juli in Copacabana / 22. Juli auf der Isla del Sol


Quelle: http://www.turismobolivia.bo/, http://www.ci-lapaz.gov.bo/, http://www.visitbolivia.org/


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