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Cordillera Real de los Andes (Die Gebirgskette der Anden)



Nur eine Stunde Richtung Norden von La Paz entfernt, befinden wir uns auf der maestätischen und beeindruckenden Cordillera Real de los Andes, mit ihren schneebedeckten Gipfeln auf einer Höhe zwischen 5.500 und 6.500 Metern über dem Meeresspiegel. Sie formen eine Gebirgskette mit insgesamt 600 Gipfeln, die sich über eine Länge von ungefähr 200 km erstrecken. Sie teilen den Altiplano auf einer Höhe von 4.000 Metern von der Region des Amazonas auf 500 Metern.
Die einzelnen Gipfel der Cordillera ermöglichen verschiedenste Arten von Aktivitäten: Klettertouren auf Felsen und Eis, Bergbesteigungen, Wanderungen auf den präkolonialen Wegen, Langlauf, Ski (5.100 bis 5.300 Meter), Trekking und Mountainbiking (Zongo). Zudem kann man sich von dem Gefühl der Höhe und der absoluten Ruhe beeindrucken lassen und Lagunen in einer faszinierenden Landschaft bewundern. Die Zeit von Mai bis September ist ideal für dieses Abenteuer.

Chacaltaya

36 km von La Paz entfernt, auf einer Höhe von 5.344 Metern über dem Meeresspiegel und nur eine Stunde auf asphaltierter Straße, befindet sich der schneebedeckte Gipfel von Chacaltaya, den man das ganze Jahr über besichtigen kann. Die Aussicht von seiner Spitze ist spektakulär - es eröffnet sich einem die gesamte geographische Diversität der Region, man sieht den Huayna Potosí, den Condoriri und am Horizont erscheint der Lago Titicaca.
Allerdings führt der Kimawandel zu einem Schneerückgang in der Region, weshalb die Skipiste des Berges nicht mehr zu benutzen ist. Der Weg ist jedoch verbunden mit dem Tal des Zongo und erlaubt den Abstieg mit dem Mountainbike auf bis zu 4.000 Metern.
Um die Schönheit der Natur des Chacaltaya in vollen Zügen genießen zu können, empfiehlt es sich, ihn zwischen April und Oktober zu besuchen.

Zongo Valley

Auf mehr als 3.000 Metern über dem Meeresspiegel befindet sich das Tal des Zongo, mit einer großen Vielfalt ökologischer Ebenen. Eine besondere Charakteristik der Region sind ihre Steinbauten aus Ziegelsteinen und Dächern aus Stroh, die dem Ort einen malerischen Charme verleihen. 

Mt. Illimani

Der Illimani ist einer der schönsten Berge der Welt, an dessen Fuße sich La Paz befindet. Er wird als Symbol und Beschützer der Stadt angesehen. Hans Ertl beschreibt Illimani im Jahre 1953 als eine der schönsten Gebirgsgruppen in Südamerika, die nicht nur ein einzelner Berg ist, sondern ein Gebirgsmassiv. Sein Gletscher misst 8 km Länge.
Von der Stadt aus lassen sich drei Gipfel sehen, insgesamt sind es jedoch fünf. Die drei wichtigsten sind der Pico Sur, der mit seinen 6.462 Metern der Höchste ist, der Pico Central (6.287 Meter) und der Pico Laika Khollu (6.159 Meter).

Illampu

Illampu (Höhe: 6.382 Meter), einer der Götter der andinen Mythologie Kun Tixi Wiracocha, "Der Wassermacher", ist nicht nur ein Berg, er ist der andine Olymp. Genau zu sehen ist er vom Lago Titicaca, sein Zugang liegt in Sorata und um seine Route zu besteigen, begibt man sich in den Ort Ancoma. Der Illampu markiert den Beginn der Gebirgskette und formt zusammen mit dem Ancohuma ein Gebirgsmassiv mit dreißig Berggipfeln. Von seiner Spitze aus kann man die Region des Amazonas bewundern, die Täler der Yungas, den Beni, den Lago Titicaca, Warisata und Sorata. Gletscher und steile Felsspalten bilden seine Topographie.

Huayna Potosí

Er ist bekannt als der einfachste 6.000er der Welt und ist einer der beliebtesten Gipfel für Bergsteiger, aufgrund seiner Characteristiken der Besteigung und seiner schneebedeckten Gebirgsmassive. Von seinem höchsten Punkt, dem "Pico Norte" in Form einer Eispyramide, hat man eine wunderschöne Sicht.
Den einzigen Nachteil seiner Höhe ignorierend, gibt es nur wenige Berge, die so leicht zu besteigen sind: ein Jeep braucht weniger als zwei Stunden vom Zentrum La Paz' entfernt, um die Ausgangsbasis zu erreichen. Im Winter gehen der Schnee und das Eis bis auf 4.500 Meter zurück, so dass sich in seinen Gebirgsfalten Lagunen in einzigartigen Farben bilden, umgeben von Nebel und Felsen aus der Tertiärzeit.
Um ihn zu besteigen, existiert eine Route, die in der Zongo Lagune beginnt, daneben gibt es jedoch auch interessante alternative Routen.

Condoriri

Das Gebirgsmassiv Condiri ist eine Gruppe von Bergen, die sich auf einer Höhe von 5.000 Metern befindet. Es beinhaltet 13 Gipfel, die einen beeindruckenden Zirkel mit natürlichen Wasserbecken von kristallklarem Wasser bilden. Seine Form gleicht einem Kondor mit gespannten Flügeln.
Sein Hauptzugang befindet sich 51km von La Paz entfernt und bietet die Möglichkeit, verschiedene Gipfel, wie zum Beispiel den Pequeño Alpamayu, Ilusión oder den Cabeza de Cóndor zu erklimmen. Alle haben einen niedrigen Schwierigkeitsgrad, oftmals von Bergsteigern genutzt, um sich zu aklimatisieren, bis auf Letzteren, der hohe technische Vorbereitungen erfordert.
Hier hat man zudem die Möglichkeit herrliche Lagunen zu bewundern: Laguna Chiarkhota (auf 4.600 Metern) und die Laguna Tuni Condoriri (4.200 Meter).

Cordillera de Apolobamba


Die Cordillera de Apolobamba, im Nordosten des Departamento von La Paz gelegen, ist eine der schönsten geographischen Regionen von Bolivien. Von ihren schneebedeckten Bergspitzen fließen mehrere Flüsse hinab, die ihr Schmelzwasser bis in das Amazonasbecken tragen. Aufgrund ihrer unterschiedlichen Höhenniveaus, bietet die Bergkette eine schier unendliche landschaftliche Vielfalt, vor allem in Bezug auf ihre Flora und Fauna. Ihre wichtigsten Berggipfel sind: Cololo (5.915 Meter), Huila Kollo (5.816 Meter) und Chaupi Orko (6.040 Meter).

Apolobamba und Ulla Ulla wurden im Jahre 1977 von der UNESCO als Bioreservat erklärt. Ulla Ulla beherbergt die größte Anzahl an "Vicuñas" in Bolivien und befindet sich im Norden der Region von La Paz, die sich durch die Kultur der Kallawaya (Naturmediziner) und ihre Textilien auszeichnet.

Charazani ist ein erwähnenswerter Ort, in dem die Naturmedizin seit der präkolonialen Epoche praktiziert wird und in dessen Umgebung aktive Naturmediziner leben. Aufgrund ihrer heilenden Wirkung sind die Therme von Charazani ein bevorzugter Ort der Bevölkerung und der Besucher.

Das Dorf Charazani befindet sich am Fuße des schneebedeckten Akhamani (Cordillera de Apolobamba). Der Ort ist die Hauptstadt der Kallawayas und ihrer medizinschen und esoterischen Medizin.

Der Pacha Treck (Cordillera de Apolobamba)

Der Pacha Treck ist ein Pfad durch mysthische andine Landschaften, auf dem einem die Aymara und Quechua Kultur von lokalen Guides nähe gebracht werden. Die Region ist bekannt für ihre Medizinmänner (Kallawayas), die die natürliche Medizin und heilige Rithen zu Ehren der Pachamama, der Mutter Erde, praktizieren. Jede Gemeinde des Trecks besitzt ihr eigenes Informationszentrum mit Ausstellungen über ihre kulturelle und naturelle Geschichte.
Der Pacha Trek ist ein Gemeindeinitiative, entwickelt und ausgeführt für Quechua und Aymara Gemeinden, mit dem Ziel nachhaltige Entwicklung und fairen Handel voranzutreiben. (http://www.trekapolobamba.com)

 

Quelle: http://www.turismobolivia.bo, www.ci-lapaz.gov.bo, http://www.visitbolivia.org 

 



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