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Lago Titicaca



Drei Stunden mit dem Bus von La Paz entfernt befindet sich der Lago Titicaca mit einer Tiefe von 283 Metern und einer Weite von 176 auf 70 Kilometern. Durch seine Höhenlage auf 3.180 Metern über dem Meeresspiegel besitzt er die höchste beseegelbare Oberfläche der Welt.
Eine Seite des Sees befindet sich in Bolivien, die andere in Peru, so dass sich der See in zwei Becken teilt: Lago Mayor del Titicaca oder Lago Chucuito und Lago Menor del Titicaca oder Lago Wiñay Marka.

Das blaue und süße Wasser des Lago Mayor oder Lago Chuchito wird von den schneebedeckten Berggipfeln umrandet und durch deren Schmelzwasser genährt. Seine Inseln, gespickt mit archäologischen Resten, sind Zeugen der Herrschaft der Aymara Zivilisationen.

Der Lago Menor des Titicaca oder Lago Wiñay Marka wiederum bietet eine außergewöhnliche Landschaft mit einer herrlichen Sicht auf die Gebirgskette "Cordillera Real". Auf seinen kleinen Inseln leben die Aymara, die sich vor allem der traditionellen Fischerei widmen. Die gesamte Küste des Sees ist mit Naturschutzgebieten verbunden, in denen verschiedenste Vogelarten brüten. Die angrenzenden Gebiete des Lago Menor sind durch die tiawanacota Kultur geprägt, eine der Räpresentativsten des Landes.

Auch bekannt als der "Heilige See der Incas", ist der Lago Titicaca ein wunderschöner Ort für Naturliebhaber, mit einer Sicht auf die ewig schneebedeckten Gipfel der Cordillera Real, die in das blaue Wasser des Sees übergehen.
 

Sehenswürdigkeiten

Isla del Sol y Isla de la Luna

Die Inseln sind eine der Hauptsehenswürdigkeiten des Sees, von denen man eine wunderschöne Sicht auf den See und die Cordillera Real am Horizont genießen kann. Auf beiden Inseln befinden sich archäologische Stätten, die einst Tempel der Inca Zivilisation waren.

Isla del Sol (Sonneninsel)

Sie befindet sich 14 km von der Halbinsel von Copacabana entfernt (ein einhalb Stunden mit dem Boot) und bietet präkolumbische Monumente, wie den "Palacio de Pilkokaina" und die "Chinkana oder das Labyrinth", die "Inca Treppe", die "heilige Quelle der ewigen Jugend", sowie die "Terrassen der Incas".

Unterkunft auf der Isla del Sol:

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Hostal Templo del Sol mehr Info
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Hostal La Puerta del Sol mehr Info
Ecolodge La Estancia mehr Info


Las Mil Escalinatas de Saxamani (Die tausend Stufen von Saxamani)

Saxamani stellt heute den Haupthafen der Insel dar. Nur wenige Meter vom Ufer entfernt befinden sich die Steinstufen, die bis zu einer Höhe von ungefähr 60 Metern den Berg hinaufführen. Hier befindet sich die aus Stein konstruierte Quelle, die sich in drei Wasserstrahlen teilt - "Fuente de las Tres Aguas", die für Reinheit, das Leben und die Jugend stehen.

La "Chinkana" (Labyrinth)

Das "Labyrinth" befindet sich ungefähr 200 Meter vom Templo del Sol entfernt, zum See hinunter führend, und ist weltweit einzigartig in ihrer Konstruktion. Es handelt sich um eine semi-subterrane Konstruktion, die sich aus kleinen Wegen zusammensetzt, die wiederum zu verschiedenen Räumen führen, einst durch mehrere Zugänge begehbar. Aufgrund der Witterungsverhältnisse jedoch, zerfielen mit der Zeit die Decken der Räume und Gänge.
Möglicherweise wurde Chinkana für Momente der Meditation und der Opfergabe im Sinne des Inti Kultes und des heiligen Felsens konstruiert.
Ganz in der Nähe befindet sich die Peña Sagrada (Kaka), die eine Legende über den Ursprung der Incas birgt. Die Zivilisation, die diesen archäologischen Ort besiedelt, nennt sich Challapampa.

Der Pilkokaina Palast


Pilkokaina bedeutet "der Ort, an dem der Vogel ruht". Die Stätte befindet sich ungefähr 500 Meter vom aktuellen Hafen Saxamani entfernt. Es handelt sich um einen Palast der Incas, bestehend aus zwei Ebenen, der einst von Tupac Yupanqui konstruiert wurde. Die obere Ebene, eine Zusammensetzung von Nischen, Kammern und Hoefen, ist so gut wie komplett zerstört.
Um die Dächer des Geländes zu schließen, fügte man Steine stufenförmig zusammen, bekannt unter dem technischen Begriff als "falscher Bogen".

Yumani

Yumani ist die Hauptbucht der Insel. Sie besteht aus Gärten und einer langen Steintreppe, die zu einer dreigeteilten Quelle führt. Man sagt, die drei Wasserstrahlen symbolisieren die drei höchsten Gesetze der Incas: ama sua, ama llulla und ama khella - du sollst nicht stehlen, nicht lügen und nicht faul sein.
Im Norden des Hafens befindet sich die Gemeinde von Yumani.

Isla de la Luna (Mondinsel)

Koati oder die Isla de la Luna befindet sich 7 km von der Isla del Sol entfernt. Sie ist die zweite heilige Insel der Incas und bietet Reste der antiken Zivilisation. Die Insel ist zwar sehr klein, das weite Panorama der Cordillera Real, das man von ihr bewundern kann, ist jedoch sehr beeindruckend.
Sie beherbergt die Ruinen des Iñak Uyu Tempels oder auch Mondetempel gennant, der wahrscheinlich einst ein "Ajillawasi" oder "das Haus der ausgewählten Jungfrauen der Sonne" darstellte, ein Gebäude bestehend aus drei Flügeln die einen Innenhof mit Fassaden umgeben.

Iñan Uyu Tempel

Mit Blick auf den Berg Illampu und drei Etagen der Anbauterrassen hinaufsteigend, erhebt sich der zeremonielle Tempel. Er befindet sich auf einem aufgeschütteten rechtwinklingen Hügel mit einer Länge von 55 Meter und 24 Metern Breite. Die Konstruktion, die von Architekten der Incas aus unbearbeitetem Gestein geschaffen wurde, ist ein Wohngebäude, bestehend aus einem rechtwinkligen Innenhof. Er befindet sich über einer Plattform mit Eindämmungsmauern und perfekten Fugen. Seine Räume sind durch "falsche Bögen" geschlossen.

Weitere Sehenswürdigkeiten des Lago Titicaca

Kewaya oder Kala Uta Insel

Drei Kilometer von Suriqui entfernt, von niedrigen Gewässern und Totra Wäldern umgeben, befindet sich die Insel Kewaya. Aus dem Aymara übersetzt bedeutet sie "Häuser aus Stein". Ein Teil der Insel, der von der Kewaya Gemeinde bewohnt wird, beherbergt ein antikes Dorf aus Stein, das die größte präkoloniale Totenstadt darstellt. Es setzt sich aus Chullpas (Totentürmen) von zwei oder drei Ebenen zusammen. Hier befinden sich Ruinen der Aymara Kultur, mehrere Wohnstätten aus Stein mit rechtwinkliger Fläche und einem steinernen Dach, bekannt als "falscher Bogen". Zwischen den Wohnbauten erheben sich die Totentürme aus Stein, ebenfalls mit rechtwinkliger Fläche und einem Rundbogen.
Hier kann man die traditionelle Apthapi probieren (Snack der Eingeborenen), und einzigartige Momente mit den Einwohnern des Ortes genießen. 

Pariti Insel

Nach einer Untersuchung von mehr als hundert Gesteinen aus dem Jahre 900 bis 1050 nach Christus, ließ sich feststellen, dass Pariti einst eine der wichtigsten zeremoniellen Stätten der Tiwanakukultur war. Im Museum der Insel kann man die Funde bewundern.

Suriki Insel

Auf dieser Fischerinsel leben die Konstruktoren der Totora Flosse, die mit traditionellen Techniken arbeiten. Die großen Flosse wurden selbst für transozeanischen Experimente von dem Norweger Thor Heyerdal auf dem RA II und dem Tigris genutzt, so wie auf dem Uru von dem Spanier Quitín Muñoz. Sie wollten die Thesis der ersten asiatischen Seegler überprüfen, die das Meer bis zum amerikanischen Kontinent überquerten.
Die Insel wird von intensiv grünen Totorabüschen umrandet. Es handelt sich um eine Rohrkolbenart, die in den tieferen Gebieten des Sees wächst und für die Konstruktion von Dächern, Flossen und Kunsthandwek verwendet wird. 

Sampaya

Im Norden der Halbinsel von Copacabana befindet sich das präkolumbische Dorf Sampaya, dessen Häuser aus Stein und Stroh gebaut wurden. Durch seine gepflasterten Straßen, fließen kleine Kanäle, die die Anbauterrassen des Ortes mit Wasser versorgen und somit für ein ganzjähriges Grün sorgen. Der Besucher kann hier die Pflastertechnik der damaligen Zeit, sowie die kleinen Bäume "Kantutas" (nationale Pflanze) bewundern.
Vom Fuße des Dorfes aus, kann man die Isla del Sol, sowie die Isla de la Luna sehen und das spektakuläre Panorama der schneebedeckten Berge genießen.
Die Bewohner versuchen den Ort für kleine Gruppen von Touristen attraktiv zu machen. 

Yampupata

Yampupata lässt sich durch eine Wanderung bis zur Isla del Sol erreichen. Der Rundweg dauert 4 Stunden von Copacabana aus. Von Yampupata aus, kann man ein Boot nehmen, um zur Isla del Sol zu gelangen.

Die präkolonialen Anbauterrassen

Die Terrassen, auf denen die Incas anbauten, zeigen die Entwicklung der agrikulturellen Technicken in den Zeiten vor Kolumbus, die es erlaubten, die steinigen und steilen Öberflächen der Berge effektiv zu nutzen.
In den angrenzenden Gebieten des Lago Titicaca befindet sich eine beeindruckende Anzahl dieser Terrassen, die meisten von ihnen verlassen.
Sie liegen an den Hängen und werden von steinernen Eindämmungsmauern gestützt. Damit die Erde fruchtbar bleibt, liegt sie auf einer Schicht von Kies und Steinen, die die Drainage regulieren und die Feuchtigkeit erhalten. Das leichte Gefälle verhindert den Verlust von Nährstoffen, da immer wieder Wasser nachfließt. 

Kallawalla Kultur

Die Dörfer Charazani und Curva, die sich in der Nähe des Sees befinden, werden von den berühmten Kallawayas (Medizinmänner der Anden), die die natürliche Medizin beherrschen, bewohnt. Die "Traditionelle Kallawaya Medizin" wurde zum Weltkulturgut und unantastbaren Gut der Menschheit erklärt.
 

Quelle: http://www.turismobolivia.bo, www.ci-lapaz.gov.bo, http://www.visitbolivia.org

 


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