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Der Nationalpark bzw. das Naturschutzgebiet Madidi ist ein Ort von unvergleichbarer Schönheit, an dem 3.235 Pflanzen- und Tierarten in perfekter Harmonie mit den Eingeborenen, die immer noch ihre tausendjährige Kultur und Tradition erhalten.
Madidi, ein privilegiertes Terrain, das in seinen Anden, Tälern und seinem Amazonaswald atemberaubende Landschaften beherbergt.
Der Nationalpark ist ein Naturschutzgebiet mit der größte Biodiversität weltweit. Er befindet sich im Nordosten des Landes, im Departamento von La Paz, am Fuße der Cordillera de Los Andes liegend. Er erstreckt sich über eine Fläche von 18.900 km², auf Höhen zwischen 5.600 bis 180 Meter über dem Meeresspiegel.
Zu seinen Öko-Regionen zählen die Anden, die Nebelgebirgswälder, die Nebelwälder des Tieflandes, trockene mesothermische Täler, Steppen, Berge und Tiefland.
Der Madidi Park beherbergt 867 Vogelarten, 156 Säugetierarten, 84 Amphibien, 71 Reptilienarten und 192 Fischarten, die 50% der Wirbeltiere Boliviens räpresentieren. Zu Letzteren zählen Piranyas, Rochen und in manchen Sektoren auch der rosane Delfin, alles Süßwasserfische.
Er beherbergt 1.865 registrierte Pflanzenarten und 2.873 Mögliche, bisher nicht registrierte Arten, die zusammen 27% der bekannten Pflanzenarten in ganz Bolivien bilden.
Madidi ist das Naturschutzgebiet mit den meisten Gefäßpflanzen. Bisher weiß man, dass 31 Arten nur in diesem Gebiet vorkommen, und 92 endemisch in BOlivien sind.
Es wurden 3 endemische Arten von Amphibien registriert, sowie eine Reptilienart, vier Vogelarten, eine Nagetierart und zwei Primatenarten, die als neuartig für die Wissenschaft erklärt wurden.
Weniger als die Hälfte des Naturschutzgebietes wurde bisher untersucht, neue Untersuchungen haben ergeben, dass wahrscheinlich weitere 707 Wirbeltierarten hier leben.
Der Park befindet sich 105 km von Rurrenabaque entfernt. Man betritt ihn durch das Dorf Santa Ana, um danach auf dem Fluss weiter zu fahren.
In diesem Terrain leben außerdem 30 Landgemeinden mit dem Ursprung der Quechua Kultur sowie wichtige ethnische Gruppen, wie die Chamas, Maropas, Chimanes und die Tacanes, Kulturen, die sich in diesem Sektor und in der Abel Iturralde Provinz niedergelassen haben. Die Gemeinden bewohnen die südlichen Sektoren und den Südosten des Parkes seit mehr als 300 Jahren.
Die Albuerge Ecológico Chalalán (www.chalalán.com) befindet sich im Herzen des Parkes. Die Pforte zum Chalalán ist das Dorf Rurrenabaque, wo die Reise von 6Stunden auf dem Beni und Tuichi Fluss beginnt. Am Hafen angekommen, wandert man 30 Minuten durch den Urwald. Bald darauf kann der Besucher die Lagune Chalalán genießen und sich in einer der Herbergen ausruhen.
Quelle: http://www.turismobolivia.bo, http://www.sernap.gov.bo/madidi/